Weihnachtspause ... oder ...


… die Sache mit den Prioritäten …


Eigentlich … hatte ich (irgendwann einmal vor „langer“ Zeit) gedacht, im Ruhestand wird das Leben, wie der Name sagt, ruhiger. Weit gefehlt. Seitdem habe ich mehr zu tun als vorher. Nämlich seitdem ich mich für den Fulltime-Job Autorin entschieden habe. 

Im Moment schreibe ich an meinem bisher größten Roman. Einen Zweiteiler von jeweils einigen hundert Seiten Umfang. Da ich nichts mehr über meine Projekte vorab verrate (oder fast nichts mehr …), sei hier nur gesagt, dass es ein Roman aus dem Perryversum wird und ich versuche, ihn kanonisch zu halten. Dass in ihm weibliche Protagonisten eine gewisse Rolle spielen, habe ich bereits verraten.

Ich verrate sicherlich auch kein Geheimnis, wenn ich Euch erzähle, dass ich Textfragmente be- und verarbeite, die teilweise über drei Jahre auf der Festplatte meines Rechners schlummerten. Sie waren damals für ein großes Projekt vorgesehen, dass ich zwischenzeitlich ‚auf Eis gelegt‘ habe, da die Zeit dafür noch nicht reif war. U.a., weil ich mich als Autorin noch ein ganzes Stück weiterentwickeln musste, um gerade diesem anspruchsvollen Stoff gerecht zu werden. Es geht genauso um Psychologie, Medizin und character building der Protagonisten wie um Flugzeuge, Raumschiffe und die entsprechenden Flugszenen.

Daher bedürfen diese Texte einer umfangreichen Überarbeitung und müssen teilweise sogar neu geschrieben werden. Das alte Projekt hat ebenso einen neuen Titel bekommen, den ich Euch im nächsten Jahr vorstellen werde. Bis dahin soll der Arbeitstitel „Projekt XY“ genügen.
Das ist viel Arbeit … mehr, als ich vorher dachte. So werde ich die ruhige Zeit der letzten Tage vor Weihnachten und zwischen den Feiertagen zum Arbeiten nutzen und mich auf den Kommunikationsplattformen etwas ‚rarer‘ machen.

Aber nicht nur deshalb – sondern auch, weil ich leider feststellen musste, dass einige Trolle inzwischen von anderen Plattformen den Weg zu Facebook gefunden haben. Bisher war ich davon ausgegangen, dass Trolle auf dieser social-media-Plattform wenig aktiv sind, da Facebook selbst, sofern ein entsprechender Hinweis von einem Nutzer erfolgt, hart durchgreift - was ich für völlig richtig halte.
Die Gefahr einer Entdeckung und Identifikation ist für Trolle daher bei Facebook entsprechend höher.Außerdem ist es schwierig, zwei, drei oder mehr Identitäten gleichzeitig in einer Echtzeit-Kommunikation zu bedienen - weshalb Trolle in der Regel diese Plattformen bzw. entsprechende Chats meiden. 
Stattdessen wird dann auf Sicherheitsmängel der social-media-Plattformen verwiesen - die ich nicht abstreite, aber eine Plattform kann immer nur solche Dinge über einen Nutzer "erfahren", die der ihm selbst mitteilt. Wer also nichts zu verbergen hat, braucht diese, heute allgemein übliche Kommunikationsform nicht zu meiden. 
Stattdessen werden dann "Ersatzchats" wie zB. ein "Mail-Direkt-Kontakt" eingerichtet, in dem die Gesprächsteilnehmer während einer bestimmten, vorher vereinbarten Zeit, am Rechner online sind und eingehende Mails sofort beantworten. Nennt sich auch "MDK", nicht zu verwechseln mit dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen ... 
Meistens werden solche Mail-Adressen sofort wieder gelöscht, nachdem sie ihren Zweck erfüllt haben. 

Diese Tatsachen garantieren bei Facebook ein Diskussionsklima, das zwar teilweise recht ruppig war und ist und mich oft genug den Kopf schütteln ließ und lässt über gewisse Wortwahlen – aber man musste sich nicht mit Trollen herumärgern.

Vor ein paar Tagen war ich gezwungen, auf meiner Facebook-Seite die Beiträge eines Trolls löschen.
Nach den Feiertagen werde ich entscheiden, ob und inwieweit ich mich künftig überhaupt noch in Foren oder auf Kommunikationsplattformen einbringen werde - außer zur Werbung für meine eigenen Projekte. Es wäre dann wieder einmal ein Fall, in dem Trolle (oder ein Troll) gewonnen haben. Schade ... aber immer wieder Realität ... eben weil man weder Zeit noch Lust hat, gegen Windmühlenflügel zu kämpfen, wenn ich einmal an Don Quichote erinnern darf ... 
Denn gegen Trolle vorzugehen, außer nach der Regel "Don't feed the troll" zu handeln, erfordert Arbeit sowie eine ausgesprochen gründliche Recherche - und genau das möchte niemand investieren. Also lässt man die Trolle weiterhin ihr Unwesen treiben.

Ich habe auch keine Lust mehr, daher werde ich die Feiertage zum Überlegen nutzen, was für mich zukünftig Sinn macht.
Denn ich möchte schreiben! Mich nicht ärgern! 

Bis dahin wünschen meine Tiger und ich Euch eine schöne restliche Adventszeit und ein friedliches Weihnachtsfest. Möge es für Euch alle ein Fest des Friedens werden, egal welchem Glauben Ihr folgt.

Kater Merlin

Meine kleine Autorenkatze Igraine

PS: Da auf Facebook nun doch der Arbeitstitel von "Projekt XY" genannt wurde, hole ich es hier ebenfalls nach: "Kansas city shuffle".
Aber keine Sorge: Es ist ein echter Perry-Rhodan-Roman!



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