Dienstag, 17. Juli 2018

Pro und Contra


Perry Rhodan
und die „gute alte“ Serienzeit

Oder:

Sollte man mal wieder Geschichten
aus dieser alten Zeit erzählen? – Aber wie?

Das Thema wird immer wieder mal – mehr oder weniger – kontrovers diskutiert. Manchmal redet man mit zehn verschiedenen Leuten und bekommt mindestens acht verschiedene Meinungen dazu – oder sogar zehn.
Das mag jetzt ein wenig salopp ausgedrückt sein, trifft aber den Kern der Sache.
Einige diesbezügliche Diskussionen und Umfragen habe ich selbst angestoßen, weil mich die Meinung dazu einfach interessiert. Es ist auch kein Geheimnis im Fandom, dass ich eine Liebhaberin dieser alten Serienzeit bin.
Nun stelle ich immer wieder fest, dass scheinbar sehr unterschiedliche Vorstellungen über „neue alte Geschichten“ vorherrschen.

Ich kann natürlich nicht für andere sprechen, ich kann hier nur einmal ganz klar sagen, was ich darunter verstehe:

Geschichten aus der alten Serienzeit
(d.h. Jahre n.Chr. – vor NGZ) in modernem Stil. 

Heißt genauer: in moderner, frischer Sprache, heute geschrieben, mit einem Handlungshintergrund aus eben dieser Zeit.


Die ursprünglichen Romane aus dieser Zeit waren – genau in dieser Zeit – hervorragend. Aber sie können natürlich den heutigen Ansprüchen an Sprache und Stil nicht mehr genügen. Das ist ganz normal und es wäre merkwürdig, wenn das nicht so wäre. Jede Geschichte, die jemand schreibt, ist auch ein Stück Zeitkultur.



So stelle ich mir diese Geschichten vor:

  • eine Handlung aus der frühen Serienzeit
  • den Hintergrund der Handlung aus dieser Zeit (z.B. Solares Imperium,
    Solare Flotte usw.)
  • Handlungsschauplätze aus besagter Zeit
  • Personen aus dieser Zeit, auch wenn sie in der heutigen EA nicht mehr präsent sind
  • Die Protagonisten so, wie sie damals charakterisiert wurden. Z.B. war Perry Rhodan damals durch und durch Offizier. Und zwar ein sehr charismatischer Offizier, der seine Leute hauptsächlich durch das eigene Beispiel mitriss.
  • Die Psychologie der handelnden Personen, besonders ihre Beziehungen unter- und miteinander, mehr herausstellen, als es damals geschehen ist.
    Insofern wäre dieser Punkt eine Ergänzung zur alten Serie.
  • Soziale Strukturen und Umgangsformen aus dieser Zeit
  • Das alles in moderner Sprache, die den heutigen Anforderungen an Texte genügt.
  • Keinesfalls eine „Kopie“ der alten Serie, sondern etwas ganz Neues auf der Grundlage der alten Serie. Quasi eine neue, moderne Retro-Geschichte. Denn eine Kopie kann immer nur schlecht werden.
    Bei einer solchen Neuentwicklung ist alles noch offen …

 Ich hoffe, damit habe ich meine Vorstellung solcher Geschichten einmal wirklich verständlich auf den Punkt gebracht.


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